Verglichen mit dem gesamten Büroflächenumsatz der Metropole Ruhr, kann Oberhausen mit einem Umsatz von zuletzt rund 15.000 qm Bürofläche und einem Anteil von ca. 3,2 % nur einen der hinteren Plätze innerhalb der Region einnehmen. Nach den großen Städten Essen, Dortmund, Bochum und Duisburg zählt Oberhausen damit mit erheblicher Differenz bereits zu den kleineren und weniger bedeutsamen Büromärkten in der Region.
Der überwiegende Anteil des Umsatzes basiert vor allem auf der Vermietung kleinteiliger Büroflächen. Das Marktgeschehen ist insgesamt als weniger spekulativ und somit bedarfsorientiert einzustufen. Ursache hierfür sind u.a. in der allgemein gesunkenen Nachfrage und der schwierigen Vermietbarkeit nicht mehr zeitgemäßer Büroflächen innerhalb eines regional sehr starken Wettbewerbs zu suchen.
Die Spitzenmieten für Büroflächen liegen mit € 11,50 / qm gut 22 % unter dem Spitzenniveau von € 14,- / qm in Duisburg. Das Spitzenmietniveau betrifft Bürozentren und ist seit Jahren kontinuierlich rückläufig. Top-Lage ist zurzeit das Alleecenter in der "Neuen Mitte Oberhausen" mit Spitzenmieten zwischen € 10,50 und € 11,00 / qm. In der Stadtmitte liegt das Mietniveau deutlich darunter, verhält sich jedoch stabiler. Hier werden ohne nennenswerte Verluste in den vergangenen Jahren in der Spitze € 8,50 / qm erzielt.
Die wichtigsten, in den vergangenen Jahren realisierten bzw. in der Realisierung befindlichen Objekte mit Relevanz für den Büromarkt sind in der Neuen Mitte Oberhausen (z. B. Marina mit ca. 5.000 qm) angesiedelt. Die geplante Erweiterung der Neuen Mitte („O.VISION“) ist aufgrund der ungesicherten Finanzierung unklar.
