Bei einem Gesamtbüroflächenumsatz in der Metropole Ruhr von 467.300 qm erreichen die Flächenumsätze in Gelsenkirchen mit einem Umsatz von ca. 10.000 qm einen Anteil von lediglich 2,1 %. Damit zählt Gelsenkirchen zu den kleineren und weniger bedeutsamen Büromärkten in der Region.
Das Marktgeschehen auf dem Gelsenkirchener Büroflächenmarkt ist insgesamt als nachfrageorientiert und wenig spekulativ einzuordnen. Dies spiegelt sich in der Zahl der Neubaufertigstellungen wider. Mit rund 4.600 qm entfällt hierbei ein erheblicher Anteil des getätigten Umsatzes auf den Neubau des Polizeigebäudes am Wildenbruchplatz (Eigennutzung). Im Übrigen basiert der Flächenumsatz vor allem auf der Vermietung kleinteiliger Büroflächen.
Dies beruht einerseits auf einer schwächeren Nachfrage, andererseits auf der z. T. schwierigen Vermietbarkeit nicht mehr zeitgemäßer Büroflächen innerhalb eines sehr starken regionalen Wettbewerbs.
Die Spitzenmieten in den zentralen Lagen belaufen sich auf 8,50 Euro/qm und liegen damit 38 % unter der Spitze (Duisburg) in der Metropole Ruhr. Durchschnittlich werden für Büroflächen in guter Lage und Ausstattung zwischen 5,00 und 6,00 €/qm verlangt. In mittlerer Ausstattung zwischen 3,50 und 5,00 €/qm. Einfache Ausstattung zwischen 2,80 und 3,50 €/qm.
Laut Angaben der Wirtschaftsförderung metropoleruhr sind die wichtigsten, in den vergangenen Jahren realisierten Objekte mit Relevanz für den Büromarkt im Nordsternpark und im Wissenschaftspark (z. B. Innova-Haus) angesiedelt. Planungen konzentrieren sich aktuell auf den Gewerbe- und Landschaftspark Nordstern in Gelsenkirchen- Horst und den Umbau des Hans-Sachs-Hauses in der Altstadt.
