Gelsenkirchen: "Solarstadt" mit wachsender Wohnqualität
Die Arbeit in Zechen und Hütten bestimmte jahrzehntelang das Leben in Gelsenkirchen. Mit der Schließung des Bergwerks Hugo im Jahr 2000 und der Zeche Westerholt im Jahr 2008 ging die Epoche von Kohle und Stahl in Gelsenkirchen zu Ende. Wirtschaftlich hat sich Gelsenkirchen relativ früh auf den Strukturwandel eingestellt und Strategien entwickelt. Erste große Erfolge sind mit über einem Dutzend Unternehmen und Instituten der Solarenergie und dem neuen Ruf als „Solarstadt Gelsenkirchen“ bereits zu verzeichnen. Die Stadt ist auch weiterhin sehr um die Ansiedlung einschlägiger Investoren aus verwandten Sektoren bemüht. Auch der Dienstleistungssektor gewinnt zunehmend an Bedeutung. So ist Gelsenkirchen Sitz des „World-Trade-Centers Ruhrgebiet“, das Kooperations-Know-how international anbietet. Trotz aller Bemühungen bevorzugen Investoren bis heute die südlichen Revierstädte an der Ruhr als Standort.
Der begonnene Strukturwandel trägt erste Früchte: So konnten die Arbeitslosigkeit und der Wohnungsleerstand in den jüngsten Jahren erfolgreich reduziert werden. Heute vermitteln Arbeitersiedlungen und ehemalige Berg- und Hüttenwerke als Zeitzeugen die Geschichte einer großen Industrieära. Anstelle glatter Fassaden findet man in Gelsenkirchen ein buntes Potpourri.
