Die ausgeprägte Konzernstruktur und die hervorragende Lage im Herzen des Ruhrgebiets macht Essen zu einem der beliebtesten Bürostandorte der Region Rhein-Ruhr. Zu den Aushängeschilder des Essener Büromarktes zählen 2010 das Revitalisierungsprojekt Glückaufhaus, Kennedy Tower, der Bismarkplatz 1 sowie das Grugacarree.
Auch während der Finanzmarkt und Wirtschaftskrise konnte sich Essen 2009 mit insgesamt ca. 136 Vertragsabschlüssen im Vergleich zu anderen Bürostandorten der Region behaupten. So wurden nach Angaben der EWG Essener Wirtschaftsförderungs- gesellschaft mbH am Standort Essen mit 124.000 qm Bürofläche trotz Rezession im Jahr 2009 rund 11 % über dem Durchschnittsniveau der vergangen fünf Jahre umgesetzt. Das Ergebnis liegt hierbei jedoch erwartungsgemäß ca. 22 % bzw. 18 % unter dem Rekordniveau der Jahre 2007 und 2008. Die Leerstandquote liegt aktuell mit 4,9 % rund 0,1 % höher als im Vorjahreszeitraum. Die Spitzenmieten für Büroflächen in Neubauprojekten innerhalb der bevorzugten Bürolagen Rüttenscheid / Bredeney, Südviertel / Innenstadt / Weststadt liegen mit € 13,- bis € 13,50 / qm auf einem unveränderten Niveau. Die Mieten für moderne und gut ausgestattete Bestandsobjekte in dem Bereich Innenstadt / Südviertel betragen bis zu € 11,50 / qm. Im Büropark Ruhrallee und im Verwaltungszentrum Bredeney werden Mieten zwischen € 8,00 und € 10,50 / qm erzielt. In den Essener Nebenlagen können für Büroflächen mit einfacher Ausstattung weiterhin nur Mieten zwischen € 4,50 und € 6,00 / qm umgesetzt werden. Die Durchschnittsmiete für den Gesamtmarkt Essen liegt bei ca. rund 9 Euro pro Quadratmeter.
Mit rund 102.000 qm des Büroflächenabsatzes verzeichnet laut Angaben der EWG die Fremdvermietung 2009 einen Zuwachs von gut 11 %. Die Eigennutzerquote sank hierbei im Vergleich zum Vorjahr um rund 63 %. Die von Eigennutzern belegten Flächen belaufen sich im Jahr auf rund 22.000 Quadratmeter Bürofläche.
Ausblick 2010: Die EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH rechnet in diesem Jahr, als zeitlich verzögerte Folge der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, mit einer Konsolidierung des Büroflächenabsatzes auf Essener Normalniveau. Die Durchschnittsmiete wird hierbei voraussichtlich tendenziell nachgeben. Das Spitzenniveau im Neubausegment wird sich laut Prognose der EWG voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau halten.
