Der Medienhafen ist seit der in den 1990er Jahren begonnenen Revitalisierung eines der wichtigsten Aushängeschilder Düsseldorfs. So hat der Stadtteil in den letzten 20 Jahren sein Gesicht verändert wie kein zweiter.
Heute ist der Medienhafen mit rund 600 Firmen und 7600 Beschäftigten einer der wichtigsten Bürostandorte Düsseldorfs. Mit rund 16 % der vermieteten Flächen ist der Anteil an Anwalts- und Beratungsfirmen am höchsten. In den letzten zwei Jahren haben sich vor allem Unternehmen aus der Modebranche angesiedelt, darunter Tommy Hilfiger, die Sixty-Gruppe, Tod's, Hugo Boss oder Guess.
Auch in der Szene hat sich der Hafen bereits einen Namen gemacht: Mit rund 40 zum teil sehr exklusiven Restaurants und schicken Clubs, Lounges sowie einer großen Diskothek, ist der Medienhafen nicht nur abends ein lebendiges Viertel und eine willkommene Freizeitalternative zur Altstadt.
Die dritte Entwicklungsstufe sieht auch eine hochwertige Wohnbebauung vor. Mit dem Wohnhochhaus Portobello, einem 18-stöckigen Hochhaus, ist der erste Schritt in Richtung Wohnstandort getan.
Mit dem Projekt „Königskinder“ sollen zwei weitere spektakuläre Wohntürme, mit einer Höhe von 63 Metern, folgen. Nach der gemeinsamen Idee der Architekten Prof. Karl-Heinz Petzinka und Thomas Pink und dem renommierten Künstler und Leiter der Düsseldorfer Kunstakademie Prof. Dr. Markus Lüpertz ist das Konzept "Wohnen in einem Kunstwerk" entstanden. Das Projekt soll die Brücke zwischen Kunst und Architektur schlagen und beides miteinander verbinden.
Aufgrund der Nähe zu den Industriebetrieben im Hafen ist der Ausbau des Medienhafen zu einem exklusiven Wohnquartier umstritten. Im Nachbarhafenbecken, dem Industriehafen, werden auch heute noch Schiffe be- und entladen.
