Das im Osten der Stadt an den Randhöhen des Niederbergischen Landes gelegene Gerresheim grenzt unmittelbar an den Düsseldorfer Innenstadtring an. Die ehemals eigenständige Stadt wurde erst 1909 nach Düsseldorf eingemeindet und hat bis heute den Charakter einer eigenständigen Kleinstadt bewahrt. Gerresheim teilt sich mit Alt-Gerresheim in einen oberen und mit dem Hüttenviertel in einen unteren Bereich auf.
Rund um die ehemalige Stiftskirche Sankt Margareta in Alt-Gerresheim liegt der verkehrsberuhigte historische Ortskern mit mehreren Fachwerkhäusern. Die ehemaligen Hauptstraßen des Ortes, Kölner und Neusser Tor, sind heute zu großen Teilen Fußgängerzone. Hier befindet sich mit der Benderstraße, die Haupteinkaufsstraße des Stadtteils. Zahlreiche Geschäfte mit einem üppigen Angebot ersparen den Weg in die Düsseldorfer Innenstadt.
Die Bebauung in diesem Bereich ist dicht. Nördlich der Benderstraße befinden sich größere Wohngebiete mit Reihenhaussiedlungen aus den frühen 1920er Jahren sowie einige Straßenzüge mit Einfamilienhäusern aus den 1950er und 1960er Jahren. Anfang der 1990er Jahre wurde das Wohngebiet Heinrich-Könn-Straße erschlossen. Hierbei handelt es sich um ein Konzept das verschiedene Wohnformen, wie bspw. sozialer Wohnungsbau, moderne Townhouses und klassische Einfamilienhäuser sowie eine kleine Ökosiedlung in unmittelbarer Nähe miteinander vereint.
Entlang der Iken-, Sonnborn- und Lakronstraße befinden sich zahlreiche, gut erhaltene Doppel- und Einfamilienhäuser mit großzügiger Jugendstil-Architektur und zumeist großen Gärten mit altem Baumbestand. Die Gebäude stammen vornehmlich aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg.
Südlich der Benderstraße liegt mit dem Wohngebiet Auf der Hardt eine der besten Wohnlagen Düsseldorfs.
Das untere Gerresheim ist auch heute noch als Arbeiterviertel geprägt. Mitte der 1860er Jahre entstand hier in der Nähe der Glashütte und des Gerresheimer Bahnhofs, etwa einen Kilometer vom alten Stadtkern entfernt, eine neue Ansiedlung mit Arbeiterwohnungen. Mit der geplanten Neugestaltung des alten Hüttenareals soll der Stadtteil eine Aufwertung erfahren.
Die Infrastruktur und Verkehrsanbindung an den öffentlichen Personennahverkehr ist in Gerresheim ausgezeichnet.
Die Kaufpreise für Eigenheime aus dem Bestand liegen zwischen € 500.000,- und € 1,2 Millionen. Gebrauchte Reihenhäuser kosten zwischen € 240.000,- und € 500.000,-. Der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen liegt zwischen € 1.200,- und € 3.000,-. Die Mieten bewegen sich je nach Lage und Ausstattung zwischen € 6,- und € 10,- / qm zzgl. Nebenkosten.
