Der im Norden der Stadt gelegene Stadtteil Grafenwald war bis zum Beginn des letzten Jahrhunderts ursprünglich ein Teil der Kirchhellener Bauernschaft Holthausen. Hier vereinigt sich das ländliche Münsterland mit dem industriell geprägten Ruhrgebiet.
Der einstig sehr dünn besiedelte „Wald der Grafen“ fand insbesondere in den 1960er Jahren, die Hochzeit des Bergbaus, aufgrund seiner hohen Wohnqualität im Grünen regen Zulauf.
In diesen Jahren entstanden an der bis dahin weitgehend unbefestigten Schneiderstraße die ersten Mehrfamilienhäuser. In den Folgejahren ging der Trend zu kleineren Ein- und Zweifamilienhäuser über. Es entstanden unter anderem die Gerberstraße, Töpferstraße, Schmiedestraße und noch viele weitere Straßen im Bereich zwischen der Vossundern-Straße und der Straße Schneiderstraße. Auf der nördlich gelegenen Seite der Schneiderstraße kamen der Ottenkamp und Ottenschlag hinzu. Auch heute noch werden immer wieder neue Flächen zur Bebauung ausgewiesen.
Die Stimmung wegen der zunehmenden Bebauung ist unter den „Wöllern“, wie die Grafenwälder im Volksmund auch genannt werden, geteilt. Die eine Fraktion möchte den dörflichen Charakter des Stadtteiles erhalten die Andere, die Einwohnerzahl weiter anheben, um somit eine bessere Infrastruktur aufbauen zu können.
Insgesamt ist die Infrastruktur zurzeit noch recht mäßig. Eine Grundschule, ein Kindergarten und vereinzelte Geschäfte sind im Stadtteil vorhanden. Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr erfolgt über Busverbindungen.
Das gebrauchte freistehende Eigenheit mit Garten ist ab € 180.000,- bis zu € 700.000,- erhältlich. Im Neubausegment müssen Interessenten hierfür zwischen € 250.000,- und € 800.000,- zahlen. Gebrauchte Reihenhäuser kosten zwischen € 140.000,- bis € 220.000,-. Im Neubau zwischen € 180.000,- und € 250.000,-. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen liegen zwischen € 900,- und € 1.700,- (gebraucht) und € 1.200,- und € 2.500,- pro Quadratmeter im Erstbezug. Die Mieten liegen zwischen € 4,- und € 6,- je Quadratmeter.
