Der Stadtteil Fuhlenbrock erhielt seinen Namen im Mittelalter wegen seiner schlechten Bodenqualität. Heute ist der „faule Bruch“ die beliebteste Wohngegend und das Top-Quartier der Stadt. An keinem anderen Ort in Bottrop werden derart hohe Immobilien- und Grundstückspreise erzielt.
Ursprünglich erstreckte sich die ehemalige Bauernschaft bis zur Grenze der Lehmkuhle im Bottroper Süden und schloss so die ganze heutige Innenstadt mit ein. Die Fläche war bis in die 1920er Jahre größtenteils dicht bewaldet und ein beliebtes Ausflugsziel. Heute ist von der einstigen Waldfläche nicht mehr als der Name der Fernewaldstraße übrig geblieben. Besonders in der Mitte der 80er- bis Anfang der 90er-Jahre war ein Reihenhaus im Fuhlenbrock der Traum fast jeder jungen Familie. Für Alteingesessene war es seinerzeit manchmal schwer, die zunehmende Bebauung des Stadtteils mit ansehen zu müssen.
Die Beliebtheit des Stadtteils hat sich bis in die jüngste Zeit nicht verändert. Heute dominieren Ein- und Zweifamilienhäuser den Stadtteil, der sich auch heute noch seinen dörflichen Charakter bewahrt hat.
Fuhlenbrock teilt sich in die Bereiche „Wald“ und „Heide“ auf. Das Zentrum von „Wald“ liegt an der Kreuzung Im Fuhlenbrock / Lindhorststraße, das von „Heide“ an der Sterkrader Straße. Gleiches gilt für die Kirchen: Mit der St. Ludgerus Kirche (Heide) und St. Bonifatius Kirch (Wald) und verschiedenen Vereinen sind viele Institutionen doppelt ausgelegt.
Insgesamt erstreckt sich der Stadtteil von der Haniel-Halde im Norden bis zur Güterbahn im Süden, bevor hier die Innenstadt beginnt. Im Osten bilden die Straße Plaggenbahn und der Mauskirchweg die Grenze zum Köllnischen Wald und damit zum Stadtteil Eigen. Am Rande von Fuhlenbrock steht mit Prosper-Haniel eine der letzten aktiven Zechen des Ruhrgebiets.
Die Infrastruktur in Fuhlenbrock ist mehr als gut. Schulen, Kindergärten, Ärzte und Supermärkte sind im direkten Umfeld des Stadtteils vorhanden. Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und die wichtigsten Verkehrsadern der Region (A 2 und A 516 / A 3) ist gut. Die Fahrzeit zur Bottroper Innenstadt beträgt ca. 5 Minuten und zum Zentrum der Nachbarstadt Oberhausen ca. 15 Minuten.
Die gute Lage hat ihren Preis: Das Eigenheim aus dem Bestand kostet je nach Lage und Ausstattung in Fuhlenbrock zwischen € 220.000,- und € 700.000,-. Im Neubausegment zwischen € 290.000,- und € 400.000,-. Reihenhäuser aus dem Bestand werden ab € 150.000,- bis zu € 220.000,- angeboten. Eigentumswohnungen aus dem Bestand kosten zwischen € 1.000,- und € 1.800,- / qm. Im Erstbezug zwischen € 6,- und € 8,- / qm. Die Kaltmieten liegen zwischen € 5,- und € 7,- / qm.
